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Schematherapie bei jungen Erwachsenen mit Herrn Dr. Christoph Loose

Seminar:

Freitag, 31.07.2020 16.30. – 20.15 Uhr
Samstag, 01.08.2020 09.00 – 17.30 Uhr

Aktuelles

BESCHREIBUNG

Im Theorieteil werden das Entstehungsmodell und die Aufrechterhaltung maladaptiver Schemata vor dem Hintergrund altersspezifischer Entwicklungsaufgaben, Risiko-, Schutz- und Temperamentsfaktoren skizziert. Bezogen auf das Erwachsenenalter erfolgt exemplarisch die Darstellung eines von Young beschriebenen Schemas sowie typischer Bewältigungsstrategien. Weitere Inhalte sind Techniken der multimodalen Diagnostik (z.B. Imaginäres Elterninterview und Fallkonzeptualisierung nach Loose & Graaf).

Im Praxisteil werden überblicksartig therapeutische Strategien demonstriert, die sich in der Arbeit mit Jugendlichen bewährt haben und sich für all die erwachsenen Patienten eignen, die emotional blockiert scheinen und/oder von einer mehr visuell anschaulich unterlegten Vorgehensweise profitieren. Besonders hilfreich erscheint da das Arbeiten mit Metaphern (Brillen), Zeichnungen, Bildern, Moduskarten, visuellen Modus-Memos, Imaginationen und dem «Inneren Haus“ zu sein. Bei letzterem wird der Zusammenhang zwischen der Modus-Ebene (oberste Etage), Schema-Ebene (mittlere Etage) und Erfahrungsebene (unterste Etage) für den jeweiligen Patienten individuell hergeleitet und 3-dimensional veranschaulicht. Dieses Vorgehen eignet sich auch alternativ für die Patienten, die in ihrer Biographie erhebliche Bedürfnisfrustrationen erlitten haben, aber – aus welchen Gründen auch immer – für Imaginationsübungen (z.B. Imagery Rescripting) nicht erreichbar scheinen. Die insgesamt mehr spielerische und lustbetonte Herangehensweise erleichtert außerdem sehr «kopflastigen» Patienten einen besseren Zugang zu ihren Emotionen, so dass sie letztlich ihre seelischen Bedürfnisse besser wahrnehmen und adäquat zum Ausdruck bringen können.
Im Zentrum der praktischen Übungen, die in Kleingruppen zu 2-3 Personen durchgeführt werden, stehen der Einsatz von Moduskarten (Graaf, 2016) sowie die Durchführung des «Inneren Hauses» (Loose, Graaf & Zarbock, 2013; Kap. 7).

ZIELGRUPPE

Der Besuch einer mindestens zweitägigen Einführungsveranstaltung zur Schematherapie (für Kinder & Jugendliche oder Erwachsene) ist Voraussetzung.
Das Angebot richtet sich an psychotherapeutisch tätige PsychologInnen oder SozialarbeiterInnen (PP/KJP), ÄrztInnen, mit oder ohne Grundkenntnisse in Schematherapie, die mit Kindern, Jugendlichen und/oder Eltern arbeiten.

ZIELE

Das Seminar soll einen Überblick über Schematherapeutische Methoden in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern bieten. Die Teilnehmer erfahren und erproben, wie sie emotionsaktivierende Techniken aus der Schematherapie in ihrer Patientenarbeit nutzbar machen können.

INHALTE

  • Darstellung der  von Young beschriebenen Schemata sowie typischer Bewältigungsstrategien im Umgang mit Schemata (Erdulden, Vermeiden, Überkompensation), bezogen auf das Kindesalter.
  • Darstellung der Schemamodi im Kindesalter
  • Multimodale Diagnostik (Einsatz von Exploration, Fragebogen, Imaginationstechniken)
  • Therapeutische Beziehung, Psychoedukation und empathische Konfrontation Überblick über therapeutische Strategien: Arbeiten mit Zeichnungen und Bildern,
  • Modusorientierte Spieltherapie, Arbeit mit Geschichten, Arbeit mit Finger- und Handpuppen, Metaphern, Stuhlarbeit, Imagination, Arbeit am „Inneren Haus“, Einsatz von
  • Memokarten und Hausaufgaben
  • Modusarbeit mit Zeichnungen (Übung mit Fallbeispielen) und Moduskarten
  • Elternarbeit: typische Moduskonstellationen  und Moduszirkel bei Eltern
  • Elemente des Elterncoachings: Untersuchung elterlicher Schemata und Modi
  • Einführung in die Modusarbeit mit Eltern (Arbeit mit Stühlen, Zeichnungen etc.)
  • Anleitung von Eltern zum Umgang mit bestimmten Modi beim Kind

METHODEN

  • Unterricht mit Handouts
  • Bildmaterial zur Veranschaulichung der Medien und Techniken
  • Videobeispiele
  • Übungen zur Übertragung auf eigene Fälle

Dozent

Herrn Dr. Christoph Loose Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut mit Fachkunde in Verhaltenstherapie, Approbation (2009) und Eintrag im Arztregister (2010), in und aus Düsseldorf; seit 2010 in eigener Praxis tätig. 2009 – 2012 curriculare Fortbildung zum ISST-zertifizierten Schematherapeuten am Institut für Schematherapie Köln.

2012-2017 Wissenschaftlicher Angestellter an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; seit 2017 in enger Kooperation.

National und internationaler anerkannter Mitbegründer, Trainer, Supervisor und Workshopleiter in der Schematherapie für Kinder und Jugendliche; Autor und Herausgeber mehrerer Veröffentlichungen zur „Schematherapie bei Kindern und Jugendlichen“. Mehr Info unter www.schematherapie-für-kinder.de

Kosten

420€

Ort

Oberberg Tagesklinik Kurfürstendamm – Zentrum für Seelische Gesundheit Berlin
Kurfürstendamm 216, 10719 Berlin

Eine Zertifizierung durch die Ärztekammer Berlin ist beantragt.
Für Rückfragen steht Ihnen Dr. med. Bastian Willenborg zur Verfügung.

Veranstalter

Veranstalter ist die Oberberg Tagesklinik Berlin in Kooperation mit dem IST-B…….

Zur Anmeldung für den Workshop klicken Sie bitte hier.

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