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Mitgefühlsorientierung in der Behandlung traumatisierter PatientInnen – wie kann das gehen?

Vortrag:
Freitag, 16.08.2019 von 18.00 bis 20.00 Uhr
Seminar:
Samstag, 17.08.2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 18.08.2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr

Aktuelles

Kosten / Costs:

Kosten für das Seminar: 320 Euro

Die Oberberg Tagesklinik Berlin (Zentrum für Seelische Gesundheit) freut sich, Sie auf folgende Veranstaltungen hinweisen zu können.

Frau Prof. Reddemann wird am 16.08.2019 zum Thema

„Mitgefühlsorientierung in der Behandlung traumatisierter PatientInnen – wie kann das gehen?“

einen Vortrag halten.

Am 17. und 18. 08.2019 wird dieses Thema dann im Rahmen eines Seminars vertieft werden.

Mitgefühl wurde in der Psychotherapie lange Zeit mehr oder weniger ignoriert, da es mit Ethik zu tun hat. Ethik wiederum war kein Thema für psychotherapeutisches Handeln. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Mitgefühl mehr ist als Empathie, Einfühlung. Nämlich die Bereitschaft zur Einfühlung verbunden mit dem Wunsch Hilfreiches bewirken zu wollen und es zu tun. Daraus lässt sich ableiten, dass in der Psychotherapie Mitgefühl der Prüfstein unserer Interventionen sein kann, womöglich sein sollte: Ist das, was wir sagen und wie wir es sagen, mitfühlend? Die Grundlage von Mitgefühl kann eine freundlich akzeptierende Grundhaltung sowie die Bereitschaft zu trösten sein. Menschen, denen von anderen Leid zugefügt wurde, die also traumatisiert wurden, benötigen Mitgefühl und Trost.
Im Vortrag wird die Geschichte des Mitgefühl in der Psychotherapie dargestellt und der Frage nach achtsamem Mitgefühl als einem Element jeder Psychotherapie nachgegangen. Unter zu Hilfenahme einer achtsam mitfühlenden Betrachtung dessen, was in der therapeutischen Arbeit geschieht, bekommen Übertragungs -und Gegenübertragungsgeschehen eine andere Qualität. Wir fühlen uns möglicherweise weniger unter Druck, können genauer spüren, wo wir auch mit einer „richtigen“ Intervention verletzend sein könnten oder es waren, können mit uns selbst freundlicher sein und PatientInnen wohlwollender begegnen.
Im Seminar soll es anhand von vertiefenden Reflexionen und Übungen darum gehen, wie Mitgefühl in der Behandlung insbesondere von traumatisierten PatientInnen praktisch umgesetzt werden kann. Leitend dazu sei die Frage „Sollen wir uns Patienten gegenüber bloß »mindful« (achtsam) oder auch »minded« (»sorgend«) zeigen? (nach Aron und Harris) Daraus ergibt sich auch die Frage nach dem Mitgefühl mit uns selbst. Auch zu diesem Thema wird im Seminar gearbeitet.

Anmeldung:

Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier.

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