030 88718920

Entwicklungstrauma heilen
– eine Einführung in die Praxis des Neuroaffektiven Beziehungsmodells NARM

Workshop, Tagesklinik Psychosomatik
Samstag, 7.11.2015, 10.00 – 18.00 Uhr
Referent: Michael Mokrus, UTA Akademie, Köln

Aktuelles

In neueren Jahren hat sich die Rolle der Selbstregulierung als wichtiger Aspekt psychologischen Denkens durchgesetzt. Das neuroaffektive relationale Modell™ überträgt den aktuellen Kenntnisstand zur Selbstregulierung in die klinische Praxis.

Der Schwerpunkt dieses ressourcenorientierten nichtregressiven Modells liegt darauf, dem Einzelnen zu helfen mit jenen Anteilen in sich in Kontakt zu gelangen, die organisiert und kohärent und einwandfrei funktionieren. Es wirkt darauf hin, Organisation in jene Anteile zu bringen, deren Organisation und einwandfreies Funktionieren gestört sind, ohne die regredierten, dysfunktionalen Elemente zum primären Gegenstand der Therapie zu machen.

Das NARM Modell

  • bildet einen integrierten Ansatz mit therapeutischer Ausrichtung auf das Nervensystem wie auch auf die Beziehungsebene,
  • ermöglicht entwicklungspsychologisch sinnvolle klinische Interventionen basierend auf achtsamer Beobachtung somatischer Phänomene und einer starken Ressourcenorientiertheit, um so nachhaltig die Selbstregulierungskräfte des Nervensystems zu verankern,
  • setzt klinisch an der Nahtstelle zwischen psychologischen Problemstellungen und dem Körper an. Hierbei erleichtert es den Zugang zu den Selbstregulierungsfähigkeiten des Körpers und unterstützt die Reregulierung des Nervensystems.

 

Fünf organisierende Entwicklungsthemen

Es gibt fünf zentrale Ressourcen und mit ihnen verbundene entwicklungspsychologische Lebensthemen, die sich darauf auswirken, wie gut es uns gelingt, im Hier und Jetzt vollauf bei uns selbst und anderen zu sein:

  • Kontakt. Wir haben das Gefühl, auf diese Welt zu gehören. Wir sind in Kontakt mit unserem Körper und unseren Gefühlen und sind zu durchgängigen Beziehungen zu anderen imstande.
  • Einstimmung. Wir wissen, was wir brauchen, und sind in der Lage auf andere zuzugehen, wenn wir ihre Fürsorge und Zuwendung von ihnen brauchen. Wir können uns an der reichen Fülle des Lebens erfreuen.
  • Vertrauen. Wir haben ein inhärentes Selbstvertrauen und Zutrauen zu anderen. Wir fühlen uns sicher genug, um gesunde wechselseitige Abhängigkeitsverhältnisse mit anderen zu erlauben und uns auf sie zu verlassen.
  • Autonomie. Wir können Nein sagen und anderen gegenüber klare Grenzen setzen. Wir sagen, was wir denken, ohne dabei von Schuldgefühlen oder Angst geplagt zu sein.
  • Liebe-Sexualität. Unser Herz ist offen und wir sind in der Lage liebevolle Beziehungen und eine gesunde Sexualität zu integrieren.

 

In dem Umfang, in dem diese fünf Grundbedürfnisse erfüllt sind, bleiben wir im Fluss und in gutem Kontakt mit uns selbst. Wir begegnen unserem Umfeld mit einem Gefühl der Sicherheit und mit Vertrauen. Wir haben das Gefühl, innerlich im Lot zu sein, und erleben eine gewisse Ausdehnung. In dem Maße, wie für diese Grundbedürfnisse nicht gesorgt ist, entwickeln wir bestimmte Überlebensstrategien, um den fehlenden Kontakt und die gestörte Regulierung zu bewältigen.

Inhalte des Workshops

Der Workshop bietet Gelegenheit, die Methode am eigenen Leib kennen zu lernen. Im Mittelpunkt stehen die Verkörperung von Emotionen und der Aufbau einer größeren Kapazität, Lebendigkeit und Beziehungsfähigkeit. Die Inhalte des Workshops werden vorwiegend anhand von praktischen Übungen vermittelt. Es wird ausreichend Zeit vorhanden sein, über eigene Erfahrungen in den Übungen zu sprechen und sich auszutauschen.

Termin für den Workshop

Samstag, 7.11.2015 von 10:00 – 18:00 Uhr

Kosten für den Workshop

90.00 Euro

Kursleitung

Michael Mokrus, Trainer und Supervisor, UTA Akademie, Köln

Michael Mokrus arbeitet seit 25 Jahren als Trainer und Supervisor in verschiedenen körperpsychotherapeutischen Verfahren, insbesondere Somatic Experiencing, Cranio Sacrale Biodynamik und NARM. Basis seiner Arbeit bilden Prinzipien von Achtsamkeit, Akzeptanz, Verkörperung, Selbstwirksamkeit, feinem Gespür und Klarheit.

Anmeldung

Zur Onlineanmeldung klicken Sie bitte hier.

Kursort

Zentrum für Seelische Gesundheit – Oberberg City Berlin
Kurfürstendamm 216, 10719 Berlin

Die Zertifizierung für den Workshop ist bei der Ärztekammer beantragt.

Für Rückfragen steht Ihnen Professor Mundle zur Verfügung.